Via Algarviana:
11. Von Furnazinhas nach Alcoutim
Heute werde ich also die Via Algarviana zu Ende gehen und an der spanischen Grenze ankommen.
Ich laufe bei schönem Wetter los und habe einen Blick ins Tal mit Nebelschwaden. Dann ist lange Zeit Asphaltlatscherei angesagt. Die Einheimischen haben mir geraten, die Furt über den Fluss zu vermeiden. Also gehe ich über die Straße zur Brücke.
Das war die absolut richtige Entscheidung, denn der Fluss ist breit und das Wasser scheint auch tief zu sein. Außerdem habe ich die Straße quasi für mich alleine. Autoverkehr fast komplett Fehlanzeige.
Meine Mittagspause mache ich wie immer standesgemäß in einer Bushaltestelle. Danach führt mich der Trail noch mal auf Feldwege in ein schönes Tal.
Die Wolken ziehen sich zu und es beginnt zu regnen, so dass ich beschließe, auf schnellstem Weg über die Hauptstraße nach Alcoutim zu gehen.
Mein Regenponcho erntet erstaunte Blicke im Ort. Leider hat der kleine Einkaufsladen eine sehr lange Mittagspause und ich muss noch fast eine Stunde warten, bis er wieder öffnet.
Danach laufe ich zur Jugendherberge, in der ich die nächsten Tage verbringen werde. Sie liegt natürlich wie üblich etwas außerhalb und etwas oberhalb vom Ort. Ich bekomme ein ruhiges Zimmer mit tollem Blick auf den Fluss und Spanien am anderen Ufer.
Kaum zu glauben, dass auch dieser Wanderweg schon wieder zu Ende ist für mich. Leider ist die Wettervorhersage für die nächsten Tage katastrophal, so dass ich erstmal Ruhetage machen werde.
Ich bin gespannt auf die Via Lusitana, den nächsten Trail auf meiner Reise.